Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 

Letztes Feedback
   26.04.12 09:13
   
http://myblog.de/anne127

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Ein Schritt nach vorn

Langsam glitten seine Finger über das feuchte, morsche, braune Holz. . Jeder kleinste Splitter, der sich in seine Handfläche bohrte, erinnerte ihn an den Schmerz, den er so oft durchlebte. Ein trauriges Lächeln huschte über sein Gesicht. Wie oft hatte er sich geschworen nie wieder herzukommen und doch besuchte er sie jeden Tag. War es so schwer loszulassen?
Seine Gedanken schweiften ab. Mal wieder, es gab diesen einen Moment am Tag, auf den er sich freute. Wenn die Gedanken wie von selbst das Weite suchten, man muss es ihnen nicht sagen, man weiß erst, das der Moment gekommen ist, wenn es schon fast wieder vorbei ist, wenn man nur noch einen Hauch, der Erinnerung spürt. Alles fängt mit dem sanften, dichten, weißen Nebel an und endet mit dem schwarzen, erschreckenden Gedanken, sich zu fragen, wie es kommen konnte, über alles nachgedacht zu haben.
Der Höhepunkt ist das Gefühl sich in der Realität zu befinden, das Wissen in der Traumwelt zu sein hinter sich zu lassen, sich fallen zu lassen. Zu denken, es sei real.
Vielleicht war dies der Grund, warum er immer wieder diesen Ort aufsuchte. Es war der Ort, den er mit Schmerz verband und der, an den er die größte Erinnerung hatte. Nur hier konnte er in einem kurzen Moment, wenn er nicht aufpasste, der Steuerung seiner Gedanken ausweichen, hier suchten sie sich Winkel um nach draußen zu schlüpfen, um sich mit der Realität zu vermischen, um für einen kurzen Moment eins zu werden. So sehr, wie er diesen kurzen Augenblick vergötterte, so abgrundtief hasste er ihn. Der kurze Moment des Glücks, das Gefühl, im Himmel zu sein, nur um danach in das schwarze, tiefe Loch zu versinken.
Er fand den Boden nicht mehr unter den Füßen. Immer wenn er glaubte es geschafft zu haben einen Schritt nach vorn zu gehen, fühlte er aufs neue das mittlerweile vertraute Gefühl der Bewusstlosigkeit. Das Gefühl von Leere. Wenn er daraus erwachte, war er erleichtert noch eine Chance bekommen zu haben, gleichzeitig doch so unglaublich enttäuscht es nicht gewagt zu haben, für immer in dem schwarzen, tiefen Loch zu versinken.
Er hatte das Gefühl zu fallen, immer weiter, ohne Ende. Das Vergangene nicht ruhen lassen. Eine Träne tropfte auf das Holz.
Vielleicht war es die letzte, vielleicht nur eine von vielen. Wer weiß das schon genau.
Tränen der Verzweiflung, Traurigkeit. Er war sich nicht sicher.
Der Moment war gekommen, er glaubte bereit zu sein. Den Schritt zu gehen, den Blick weiterhin zurückgerichtet. Der Schritt ins Ungewisse. Der endgültige. Er wusste, dies würde der Schritt sein, der alles beendet und gleichzeitig alles neu anfangen lässt.
17.4.09 18:13


Allein sein

Mit starrem Blick und zusammen gekniffenen Lippen sah sie auf die Straße. Autos fuhren an ihr vorbei. Einige langsam, die anderen schnell. Manche der Fahrer sahen traurig aus, andere glücklich. Sie fragte sich, warum es nur das eine oder das andere gab. Langsam oder schnell. Traurig oder glücklich. Einsam oder... sie hielt inne in ihrem Gedanken. Gab es überhaupt ein treffendes Wort für das Gegenteil von Einsamkeit? Gemeinsam, vielleicht, überlegte sie. Aber ‚gemeinsam’ drückte es nicht richtig aus. Zumindest war es kein Wort, was sie für passend empfand.
Schließlich konnte man ‚gemeinsam’ für vieles benutzen. Gemeinsam ein Spiel spielen. Gemeinsam Abendessen. Gemeinsam ins Kino gehen. Sicher, bei keiner dieser Aktivitäten war man allein, zumindest auf den ersten Blick nicht. Wenn man genauer hinsah, nicht mit den Augen, sondern mit den Gefühlen, dann hieß gemeinsam wohl nicht gleich nicht einsam zu sein. Wie oft hatte sie sich schon einsam gefühlt, während sie mit ihrer kleinen Schwester irgend ein Kartenspiel gespielt, mit ihrem Vater bei Mc Donald zu Abend gegessen oder sich mit ihrer Mutter im Kino eine ihrer geliebten Action Filme angeschaut hatte. Bei diesem Gedanken musste sie lächeln. Das nächste Mal wäre sie dran gewesen, den Film auszusuchen. Das ‚wäre’ in ihrem Gedanken ließ sie unwillkürlich zusammen zucken. Nicht, dass man das jetzt falsch verstand, das Lächeln war keineswegs ein Lächeln von Glücklich- oder Fröhlichkeit gewesen. Es war eher eins dieser in- Gedanken- an- die- alten- Zeiten Lächeln. Fünf Jahre lag es jetzt schon zurück. So oft hatte sie versucht alles hinter sich zu lassen, noch einmal von vorne anzufangen. War umgezogen, weil sie sich gedacht hatte, dass es an anderen Orten vielleicht besser werden würde. Nichts hatte es gebracht und wie so oft wünschte sie sich auch diesmal, dass keiner da gewesen wäre um sie zu „retten“. Der Schmerz durchzog ihre Brust so sehr, dass sich ihr Herz zusammen krampfte und sie für einen kurzen Moment das Gefühl hatte sich vor Schmerzen krümmen zu müssen. Die salzigen Tränen stiegen ihr in die Augen und als eine sich den Weg nach draußen gefunden hatte und über ihre Lippen floss, brannte es wie Feuer. Sie dachte daran, wie die Flammen aus dem Auto empor gestiegen waren, wie ihre Schwester geschrieen hatte und wie ihr schwarz vor Augen wurde. Daran, wie sie aufgewacht war und überall Schläuche an ihrem Körper hingen und der Arzt ihr die Nachricht mit seinem nüchternen Blick überbracht hatte.
„ Ihre Schwester und ihre Mutter sind beide im Auto verbrannt, ihr Vater ist an der Unfallstelle, an seinen schweren Verbrennungen gestorben. Nachdem sie mit dem Auto gegen den Baum gefahren sind, hat das Auto angefangen Feuer zu fangen. Lassen sie mich hierbei erwähnen, dass dies nicht ihre Schuld war, sie wurden von der Fahrbahn abgedrängt, also machen sie sich bloß keine Vorwürfe. Es tut mir Leid.“ Das waren seine Worte gewesen. Keine Vorwürfe machen, dachte sie spöttisch und versuchte ihre Tränen wegzublinzeln. Das es ihm leid tat, hatte sie ihm nicht wirklich geglaubt. Es sollte doch ein ganz normaler, schöner Tag werden. Ein Familien Ausflug. Sie durfte das erste Mal allein ans Steuer. Sie war aufgeregt gewesen.
Damals, als sie mit ihrer Schwester Karten gespielt hatte, mit ihrem Vater bei Mc Donald oder mit ihrer Mutter im Kino war, hatte sie oft das Gefühl allein zu sein. Allein mit ihren Gedanken, allein mit ihren Problemen, die, wie sie dachte, sowieso keiner verstand. Jetzt wusste sie, dass das alles nicht zu vergleichen war, mit dem jetzigen Gefühl des allein seins. Wenn man jetzt zurück schaute, dachte sie, war sie auf den dritten Blick nicht einsam gewesen. Alle wären für sie da gewesen und hätten versucht sie zu verstehen, wenn sie es nur zugelassen hätte.
Sie setzte sich in ein Taxi, dass mittlerweile am Straßenrand gehalten hatte und hoffte, dass, falls es wieder passieren sollte, nicht sie, sondern der Taxifahrer verschont blieb, denn nun wusste sie, jetzt war sie einsam. Auf den ersten, auf den zweiten und auch auf den dritten Blick.
17.4.09 16:05


Der Gedanke..

Einfach mal was zum nachdenken.. 

Oft überkommt mich ein Gedanke,
welcher mich am Verstand des Menschen zweifeln lässt.
Die Welt voll Leid und Schmerz,
was sich nicht mehr vergessen lässt.

Und ist es nicht mit anzusehen,
wie tausende von Menschen ihr Leben niederlegen müssen,
um hinauf ins Himmelsreich zu wandern,
nur weil des einen Menschens Gier nach Macht sich nicht überwältigen lässt und seine Besessenheit ein weitres Land in seinem Besitz zu wissen heißen sich nicht bändigen lässt.

Sag, warum sterben Millionenste von Menschen,
wenn doch nur ein Einziger sein Leben lassen müsste,
um des Friedens Welt doch endlich gut zu heißen.

22.12.08 10:27


Die Realität

 "Ein Blick in die Welt beweißt, dass Horror nichts anderes ist als Realität."

(Alfred Hitchcock)

Horror-Das Unheimliche ist als Gefühl des Schreckhaften , Angst und Grauen Erregenden nicht au den Bereich ästhetischer Erfahrung beschränkt, sondern beunruhigt den Menschen als verstörende Irritation nicht selten in alltäglichen Situationen. 

21.12.08 21:48





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung